Bilder zur Ausstellung

Nordhorn Damals und Heute – der Maler Karl-Heinz Hecke

Die Ausstellung unter 2G Regeln wurde freundlich und diszipliniert aufgenommen. Die Alte Weberei zeigte ich sehr gut aufgestellt und kontrollierte ruhig und gelassen.

Nach einer kurzen Einführung wurde in der Pandemie ausgiebig diskutiert. Es gab auch ein wenig Alkohol! Zufrieden ging die gut besuchte Ausstellung um ca 22:00 Uhr langsam ihrem Ende entgegen.

Vielen war für ihre Mitwirkung zu danken:

dem Kulturzentrum Alte Weberei und dem motivierten Team

dem Hansa Wohnstift

der Grafschafter Volksbank eG

der emsländischen Landschaft

dem Team des Vereins, welches die Ausstellung vorbereitet hat

allen Mitgliedern, Fördermitgliedern und Freunden und Freundinnen

und natürlich Karl-Heinz Hecke.

Hier einige Impressionen der Ausstellungseröffnung:

Blick in die Zuhörerschaft in unserem „Vereinsraum“, dem Probenraum
Altes Rathaus, 1912 Opfer eines Brandes, heute Fußgängerzone, Hauptstr.

Es werden weitere Bilder folgen.

Karl-Heinz und unsere Freundin Rita

GN

Gerald bei der Einführung
Blick in den langen Flur, in dem die Gegenüberstellung von Gemälden und Foto’s gezeigt wird
Sven Brüggemann, Partnerin und Gerald Nierste
Blick in die Zuhörerschaft
Interessante Unterhaltung

Sven Drühl Apokryphe Landschaften in der Kunsthalle Emden

Bis 2022 verlängert!

Und der Kunstverein Nordhorn e.V. war schon da. Andreas Meistermann und Gerald Nierste.

In der Pandemie musste jede Lockerung genutzt werden!

Ein Ausflug zur Kunsthalle Emden– in der Pandemie

Bevor an dieser Stelle über die Ausstellungen in der Kunsthalle Emden berichtet wird, eine kleine Vorgeschichte: Gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden des Kunstvereins, Gerald Nierste, und seiner Frau Margret besuchte ich vor ein paar Jahren eine Ausstellung im Von der Heydt-Museum in Wuppertal.

Kurz bevor wir das Museum verließen, schauten wir uns im dortigen Shop um. Dabei fiel Gerald ein Katalog in die Hand, der ihn sofort faszinierte. Es handelte sich dabei um einen Katalog über den Künstler Sven Drühl, der ihn sofort faszinierte, weil er im Gegensatz zu vielen Künstlern seiner Generation (*1968) trotz aller Einflüsse der Moderne gegenständlich malte.

In Emden konnte Gerald Nierste dann endlich auch die Werke von Sven Drühl im Original sehen. Die Begeisterung angesichts der großformatigen Landschaftsbilder war uns beiden anzumerken. Die Beherrschung der Technik, die gewaltigen Motive von Bergen, Bäumen und wogenden Wassermassen als auch die künstlich erzeugte, befremdliche Optik, die sich mit jeder Bewegung veränderte und  manchmal den Betrachter das zu sehende Motiv aus den Augen verschwinden ließ, erzeugten eine faszinierende Wirkung, die sich nicht erklären ließ und sich auch nicht erklären lassen musste.

Bei intensiverer Beschäftigung mit dem in der Ausstellung gezeigten Werk wurde deutlich, dass der Künstler den Betrachter dazu aufruft, die gezeigten Motive nicht einfach als Wiederholung traditioneller Landschaftsmalerei zu betrachten, sondern ihn zu einem geistigen Prozess anzuregen. Sven Drühl ist sich angesichts der technischen Möglichkeiten zur Darstellung, die schon Walter Benjamin in seiner Schrift „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ thematisierte, und der Bilderflut, die die Digitalisierung mit sich brachte, der Tatsache bewusst, dass die Malerei zur Diskussion steht, was ihre Zeitgemäßheit angeht, und was auch überhaupt noch ihr tieferer Sinn sein soll.

Wie in einem von der Kunsthalle Emden herausgegebenen Text zur Ausstellung „Apokryphe Landschaften“ nachzulesen ist, ist die Landschaftsmalerei „Mittel zum Zweck, um über Fragen von Autorschaft, Originalität und Reproduktion zu reflektieren.“ Weiter heißt es dort: „Der Ausstellungstitel »Apokryphe Landschaften« legt dabei das Produktionsprinzip seiner Kunst offen: als »apokryph«, werden jene Schriften bezeichnet, die im Verlauf der Zeit aus dem Bibelkanon entfernt wurden. Zugleich bedeutet das Wort auch schlichtweg »unecht oder nicht zum Gültigen, Anerkannten gehörend«. Denn Sven Drühl malt nicht nach der Natur, sondern arbeitet sprichwörtlich nach »Vor-Bildern«. Wie ein DJ kompiliert er seine Kunst aus verschiedenen Quellen und betitelt seine Samplings durch die Aneinanderreihung der jeweiligen Künstlerinitialen; von C.D.F. für Caspar David Friedrich bis C.G.T. für Computer Graphic Texture, also Hintergründe für Computergames. Aus den Vorlagen trennt der Künstler mit Bedacht einzelne Ausschnitte heraus, die er in unterschiedlichen Konstellationen mit Versatzstücken aus seinem Bildarchiv kombiniert und so in einen neuen, überzeitlichen Kontext überführt. In konstanter Reibung zwischen dem klassischen Motiv der Landschaft und den modernen Prozessen der Bildaneignung und Übersetzung wird das Verhältnis von Abbildung und Wirklichkeit ad absurdum geführt.

Mit der Serie „Darker“ geht Sven Drühl noch einen Schritt weiter: die monochrom-schwarzen Plastiken berühmter Bergmassive – wie dem Matterhorn, dem Montblanc oder dem Mount Everest – sind eine Erweiterung der Malerei in den dreidimensionalen Raum, die der Künstler als »raumgewordene Malerei« bezeichnet. Die Ausstellung legt den Fokus auf Werke aus den letzten Jahren.“

„Wild/Schön – Tiere in der Kunst“ ist eine weitere Ausstellung, die in der Kunsthalle Emden zu sehen war. Sie bietet in den unterschiedlichsten Variationen einen lohnenden Blick auf das trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse noch immer rätselhafte Wesen Tier allgemein und auf die besondere Beziehung zwischen Tier und Mensch, die vielen Wandlungen unterzogen war und ist.

Ich persönlich war immer fasziniert von den Tierdarstellungen Franz Marcs, die neben ihrer Vereinfachung auf das Wesentliche durch die besondere Farbgebung bestachen. Marc betonte die große Faszination, die vom ungebändigten Freiheitsdrang eines Tieres ausging, unter anderem im Werk „Die blauen Fohlen“, das zu den großen Schätzen in der Kunsthalle Emden gehört.

Was beim Gang durch die Ausstellung deutlich wird, ist das Widersprüchliche in der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Die Bandbreite reicht von Ehrfurcht über liebevolle Fürsorge bis hin zu existenzieller Abhängigkeit, Angst und Tötung, unter anderem durch die industrielle Nutzung des Tieres als Lebensmittel.

Andreas Gursky ist beispielsweise mit einem Foto vertreten, dass ohne Schockelemente die Dimensionen einer industriellen Tierhaltung deutlich macht, ein Video dokumentiert, was passiert, wenn Tiere unkontrolliert in ein Zimmer gehen, dass einer guten Stube auf einem Bauernhof nachempfunden ist, ein detailgenau gemaltes Bild von Robert Longo vermittelt die majestätische Faszination, die von großen Raubvögeln wie einem Weißkopfadler ausgeht.

Die genannten Beispiele sind aber nur ein Bruchteil der Ausstellung, die noch viel mehr Bezüge zur Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie Formen der Darstellung des Tieres beinhaltet. Diese werden in einem Katalog in aller Ausführlichkeit dargestellt, der zur Ausstellung erschienen ist.

Großartig!

Nordhorn Damals und Heute – Der Maler Karl-Heinz Hecke

Zur Pandemie:

Die Pandemie seit dem März 2020 ist bis heute unbeendet. Zur Zeit gehen die Zahlen der Infizierten steil nach oben. Nach einem guten Sommer, der sogar Reisen möglich machte, haben wir im Kunstverein nicht mit dieser drastischen Entwicklung gerechnet. Daher hatten wir uns vorgenommen dem im Jahr 2021 eine Veranstaltung durchzuführen. Mit Karl-Heinz Hecke können wir ein überzeugendes Angebot machen. Das langjährige Mitglied im Kunstverein Nordhorn e.V. hat durch seine über 60- jährige künstlerische Tätigkeit auch die Entwicklung der Stadt Nordhorn nachgezeichnet. Den in Nordhorn bekannten Künstler wollten wir würdigen. Das soll mit der Ausstellung im Kulturzentrum Alte Weberei geschehen.

Wir sind mutig genug einzuladen. Natürlich mit 2 G Bedingungen. Wir danken allen, die uns bei dieser Ausstellung unterstützt haben. Traditionell ist die Grafschafter Volksbank eG wieder an Bord. Neu hinzugekommen ist das Hansa Wohnstift am Vechtesee (Bilder), das Kulturzentrum Alte Weberei und die emsländische Landschaft, Meppen.

Mit dieser Unterstützung zeigen wir Ihnen diese Ausstellung. Freuen Sie sich darauf! Belohnen Sie unseren Mut, die Ausstellung trotz Pandemie zu zeigen. Halten Sie die 2G-Regeln ein.

Gerald Nierste

Karl-Heinz Hecke vor seinem Bild Hauptstraße in Nordhorn. Damals war sie noch keine Fußgängerzone.

Die Bentheimer Straße mit Blick Richtung Innenstadt um die
Jahrhundertwende, festgehalten von Karl-Heinz Hecke nach einem
Fotomotiv.
Die Bentheimer Straße mit Blick Richtung Europaplatz heute. Foto privat.

Der Kunstverein Nordhorn eröffnet die Ausstellung in der Alten Weberei am Freitag, 19. November.


Als malender Chronist der Stadt Nordhorn darf wohl ohne Zweifel der 82-jährige Karl-Heinz Hecke bezeichnet werden. In seinen Bildern hält er Motive aus früheren Zeiten fest, die oft heute kaum noch wiederzufinden
sind.
Basis der Motive von Hecke sind Fotografien von Franz Niederniehaus, Richard Zahn, Ulrich Göhler oder Paul Heekeren, die vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis kurz vor Beginn des 21. Jahrhunderts die Entwicklung Nordhorns mit
der Kamera festgehalten haben.
Die Elemente Malerei und Fotografie finden sich in einer Ausstellung des Kunstvereins Nordhorn wieder, die den Titel „Nordhorn Damals und Heute – Der Maler Karl-Heinz Hecke“ trägt. Die Idee dahinter: Aus dem reichhaltigen Werk von Karl- Heinz Hecke wurden 19 Nordhorner Motive ausgewählt, die durch 19 aktuelle Fotografien ergänzt werden, die zeigen, wie sich die Kreisstadt über fast ein Jahrhundert immer wieder verändert hat, insbesondere durch die Entwicklung der Textilindustrie, die für Jahrzehnte das Stadtbild prägte.
Ergänzt werden die Bilder und die Fotografien durch Texte, die erläutern, was früher war und was sich bis heute entwickelt hat.
Die Vielfalt der Motive erstreckt sich von Kirchen über Fabrikanten-Villen bis hin zu bekannten Nordhorner Unternehmen.


Die Ausstellung in der Alten Weberei (Eingangsbereich
Museumsfabrik zwischen Hansa Wohnstift und Alter Weberei), die am Freitag, 19. November, 19.30 Uhr, eröffnet wird, lädt die
Besucher zur Erinnerung an alte Zeiten und Geschichten ein, und vielleicht auch zu einem bewussteren künftigen Spaziergang durch Nordhorn.
Es lohnt sich. Eine Einführung in das Werk von Karl-Heinz Hecke erfolgt durch den ersten Vorsitzenden des Kunstvereins Nordhorn, Gerald Nierste.
In Verbindung mit der Ausstellung ist auch ein Katalog erstellt worden, der käuflich erworben werden kann.


In Verbindung mit der Corona-Problematik verweist der Kunstverein Nordhorn auf die in der Alten Weberei geltende 2G-Regelung.


Die Ausstellung ist bis zum 17.Dezember zu folgenden Zeiten
geöffnet: Montag und Dienstag von 9 bis 13 Uhr, Mittwoch von
14 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie
nach individueller Vereinbarung.

Andreas Meistemann

Ben Greber: „Virtual Reality“

Der Kunstverein Nordhorn e.V. freut sich, den Künstler Ben Greber vorstellen zu dürfen.

Der 1979 in Halle/Westfalen geborene Künstler Ben Greber studierte von 2001 bis 2010 bei Katharina Fritsch an der Kunstakademie Münster und war Meisterschüler bei Katharina Fritsch und Ayse Erkmen. 2011 gewann er den GWK-Förderpreis für Kunst.

In einer ersten Phase seines Schaffens hat er gegenständliche Werke geschaffen: Skulpturen aus Papier und Pappe, die Funktionen menschlicher Grundbedürfnisse in einer technisierten Welt zeigen.

Seit 2011 geht seine Kunst in eine ganz andere Richtung. Er zerlegt und bearbeitet seine Werke und schafft damit ein künstlerisches Verständnis, das natürlich auch Auswirkung auf das Bewusstsein des Betrachters hat.

Zwei Aspekte werden angesprochen. Mit Verweis auf die Erkenntnis-Philosophie von Immanuel Kant, der in seinem Werk Die Kritik der reinen Vernunft auf den Unterschied zwischen dem Ding an sich und dem Ding als Erscheinung aufmerksam gemacht hat, will Grebert diesen Gedanken aufgreifen und deutlich machen, dass wir hinter den Kern jeglichen Dinges nicht kommen können, sondern ihn nur als Erscheinung wahrnehmen, und natürlich in unseren gedanklichen Vorstellungen. Mit selbst geschaffenen Kategorien und Konstruktionen versucht der Mensch die Welt zu begreifen, muss aber erkennen, dass es ihm nicht in der gewünschten Genauigkeit und Eindeutigkeit gelingen kann.

Aktuell spricht Greber natürlich auch die Digitalisierung an, die die Frage nach der Realität und Stabilität der Dinge auf eine noch ganz andere Art und Weise aufwirft. In seinem Werk passiert es so, dass er es immer wieder neu gestaltet und den Betrachter dazu anregt, Reflexionen über sich ständig verändernde Welte anzustellen.

Wie Marcus Steinweg anlässlich der Veröffentlichung des Kataloges „Virtual Reality“, der Abbildungen nahezu aller Arbeiten von Greber zwischen 2012 und 2019 enthält, schreibt, „untersucht und dokumentiert Greber in seinen Arbeiten eine im Zuge von Digitalisierung und weiterer technischer Entwicklung voranschreitende Entgegenständlichung unserer Umgebung. Das damit einhergehende Unsichtbarwerden sieht er als wesentliches Charakteristikum unserer Zeit.“

Steinweg stimmt dem Künstler zu und ist von der unvermeidlichen Auflösung der Dinge überzeugt: „Vielleicht gibt es keinen Gegenstand, dem nicht seine Entgegenständlichung eingeschrieben wäre. Nicht zwingend als Auflösung oder endgültige Zersplitterung, sondern als Entzug für den vergegenständlichenden Blick.“

Wie die Werke von Greber gestaltet sind, wird durch einen Text zur Ausstellung „Evacuations“ deutlich, die 2018 in den Räumlichkeiten des Kunstvereins Cuxhaven stattfand. „Im Mittelpunkt stehen drei abgeformte Objekte: Zwei Backsteinmauerfragmente eines Grabenstauwehrs, ein Stapel mit 21 Betonzaunpfählen und eine an zwei Zaunelemente montierte Wasserpumpe. Durch ihre präzise Abformung wirken sie fast realistisch, in ihrer Farbgebung und in dem kontrastierenden Edelstahlrahmen ist jedoch der künstlerische Einfluss des gerade noch Sichtbaren, der entkoppelten architektonischen Reste menschlicher Eingriffe in die Nutzlandschaft, erkennbar. Alle Objekte sind nur Fragmente. Sie zeigen einerseits die Vergänglichkeit, andererseits aber auch das Verschwinden in eine ungewisse Zukunft.“

Grebers Betrachtungen zielen zusätzlich auf den Kunstmarkt, der es mit bestimmten Methoden schafft, den Dingen, in diesem Falle Kunstwerken, einen anderen Wert zu verleihen. Durch die Form der Präsentation in einer Ausstellung in einer Galerie oder einem Museum erhalten Kunstwerke einen hohen Materialwert, den sie auch sich selbst heraus nicht zwangsläufig haben.

Ben Greber interessiert sich aber auch für biografische Themen, die er in Objekten und Installationen ausdrückt. Thema ist die Leidenschaft seines Großvaters für Modelleisenbahnen, die der Künstler in abstrakter Form darstellt, um sich einerseits eine Vorstellung vom Leben in der Nachkriegszeit zu machen, andererseits, um die Illusionswelt der Modelleisenbahn deutlich zu machen, die sich im Kreis dreht. Die Flucht in die Illusion deutet Greber als Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkrieges, die der Großvater erlebt hat.

Andreas Meistermann

Nähere Informationen zum Künstler erhalten Sie bei der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit e.V., Fürstenbergstr. 14, 48147 Münster

Der Vorstand des Kunstvereins Nordhorn e.V. tagte

Durch das Abklingen der Pandemie gibt es erste Hoffnungszeichen für die Kultur und auch den Kunstverein Nordhorn e.V..

Wir nahmen Kontakt zum Kulturzentrum Alte Weberei auf, in dem wir einen Vereinsraum nutzen. Das war in der Pandemie nicht möglich.

Die aktuelle Situation sieht so aus, dass sich zwar der Vereinsvorstand dort treffen kann aber Vereinsversammlungen immer noch den Corona Regeln unterliegen. Derzeit können sich bis zu 10 Personen aus 3 Haushalten treffen.

Allerdings werden komplett Geimpfte, Genesene oder die mit einem aktuellen negativen Test nicht mitgezählt. Sobald wir ein Vereinstreffen durchführen können, laden wir dazu ein.

Mit ein wenig Hoffnung gehen wir davon aus, dass das im Spätsommer vielleicht möglich. Dann werden wir auch zur Jahreshauptversammlung einladen können.

Also Toi Toi Toi

und bis demnächst

Gerald und Andreas

Erinnerung: Turner in Münster 2019

LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster präsentierte Werke von Joseph Mallory William Turner. Auch dieser Ausstellung stattete der Kunstverein Nordhorn e.V. einen Besuch ab.

„Horror and delight“ versprach die Turner-Ausstellung in Münster. Ob sie nun Horror, Entsetzen, Grauen oder Schrecken auf der einen Seite, oder Vergnügen, Freude, Entzücken oder Wonne auf der anderen Seite hervorrief, blieb dem Betrachter überlassen. Auf alle Fälle gehörte die Ausstellung zu den Höhepunkten der diesjährigen Kunstsaison in Deutschland. Sogar noch eine Woche vor Schluss mussten sich die Besucher auf ein bis zwei Stunden Wartezeit einstellen, und auch damit leben, dass sich in den Ausstellungsräumen die Menschen drängten.

Mit Joseph Mallory William Turner wurde ein Künstler gezeigt, der ohne Zweifel der bedeutendste britische Landschaftsmaler der Romantik war. Seine größere Bedeutung hatte er aber durch die Art und Weise gewonnen, wie er auf die Welt blickte. Mit seiner Malerei bereitete er späteren Richtungen wie Impressionismus und Expressionismus den Weg. Im Gegensatz zur damals noch weit verbreiteten Studiomalerei, die sich in geschlossenen Räumen abspielte, setzte Turner auf die Begegnung mit der Natur. Er studierte die Landschaft bei unterschiedlichen Wetter-, Licht- und Luftverhältnissen. Durch die gezielte Verwendung von Farben und Farbnuancen versuchte Turner, den Moment festzuhalten, die charakteristische Atmosphäre.

Dabei entwickelten sich Farbspiele, die in ihrer Zusammensetzung beinahe unwirklich erscheinen, immer aber auf eine konkrete Naturerscheinung zurückgehen. Aus der Frage nach der Darstellbarkeit des Lichts ergab sich notwendigerweise eine Abkehr von harten Konturen und klaren Horizonten – es entstanden die farbenprächtigen und formauflösenden Kompositionen, die Turners Werk ausmachen.

Die Ausstellung in Münster zeichnete den Werdegang des Künstlers von den Anfängen bis in die 1840er Jahre nach. Thematische Schwerpunkte waren die Reisen in die Schweiz und Italien, das Meer und die Landschaftsmalerei.

Eingebettet in die Ausstellung waren auch Werke von künstlerischen Zeitgenossen wie John Robert Cozens, Richard Wilson und John Martin.

Turner – ein Venedig Motiv, Dogenpalast mit Seufzerbrücke

Turner – noch ein Venedig Motiv, Canal Grande mit Salute Kirche

Grafschafter Köpfe

Gemeinsam mit dem GN-Redakteur Andreas Meistermann habe ich bis 2018 an dem Projekt Künstler in der Grafschaft Bentheim gearbeitet, im Ergebnis erschien im Oktober 2018 der gleichnamige Bildband. Dieser verkaufte sich erfreulicherweise sehr gut, Restbestände sind aber noch vorhanden.

Seit einiger Zeit haben Andreas Meistermann und ich nun begonnen mit dem neuen Projekt Grafschafter Köpfe. Sie können es sich im Internet anschauen unter www.grafschafterkoepfe.com . Grafschafter Köpfe zeigt ganz unterschiedliche, aber immer interessante Menschen aus der Grafschaft Bentheim im Portrait. Fotografiert wiederum von mir mit Texten von Andreas Meistermann.

Alle Empfänger dieser Email sind entweder schon Bestandteil des neuen Projektes oder sie sollen es zukünftig noch werden. Viele, aber nicht alle, die im Bildband aus dem Jahre 2018 portraitiert wurden, sind wieder dabei.

Diese Email soll Sie lediglich einmal hinweisen auf dieses neue Projekt und – hoffentlich – Ihr Interesse wecken. Blättern Sie gern einmal durch die Seite www.grafschafterkoepfe.com und, wenn Sie mögen, melden Sie sich gern zurück mit Anregungen und/oder Kritik.

Wenn alles gut läuft, soll auch dieses Projekt – vielleicht im nächsten Jahr, vielleicht erst später – abgeschlossen werden mit der Veröffentlichung eines Bildbandes. Herzliche Grüße aus Nordhorn!

Wolfgang Weßling

Der Kunstverein Nordhorn e.V. unterstützt dieses Projekt gerne!

Der Maler Wolfgang Eichner, Freising

Bereits in frühen Jahren zeichnete er mit Graphit und Rötel. Während der Abiturzeit begann er, in Öl zu malen. Sein Kunstlehrer bestätigte ihn. Aber, eine bewegte Berufswelt begrenzte seine künstlerischen Ambitionen, es fehlte schlicht an Zeit. Dennoch beschäftigte er sich fortwährend und folgerichtig mit der Entwicklung seiner Kunst. Wir dürfen an dieser Reise teilhaben.

„Squero“, 2004, Öl auf Leinwand, 160 x 100 cm. Eine Erinnerung an die Hochzeitsreise nach Venedig!

2005 und 2006 studierte er das Malen mit Aquarellfarben. Ein Beispiel sehen wir jetzt.

„Borgo San Carlo“, 2005, 30 x 40 cm

2011 nahm er an der Ausstellung „Colours & Nuances“ teil. Bei der AGCS Allianz Global Corporate & Speciality präsentierte der das Bild „das Massaker von San‘ Anna di Stazzema“. Dieses Massaker an der Zivilbevölkerung vom 12.08.1944 wurde von Deutschen in Italien verübt. Lange wurde es nicht aufgearbeitet.

Gezeigt wird ein „schönes Landschaftsbild“, welches mit einer fürchterlichen Tragödie verbunden wird.

„Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema“, 2011, Öl auf Leinwand, 180 x 200 cm

2015/2016 begann er figürlich zu arbeiten. Aus einer Birke aus dem Dachauer Hinterland fertigte er einen „Frauentorso“.

„Frauentorso“ 2015/2016, 22 x 9 cm

Derzeit arbeitet er an einer Werkfolge, in der nur das erste Werk fertiggestellt ist.

2021, Fragment 1, wir sind gespannt auf die Fortsetzung..

Das jüngste Werk wurde „Jan und Pierre“ genannt. Die Akteure des Bildes wurden mit einem wachen Blick auf den Betrachter platziert. Die Köpfe sind ausdrucksstark und blicken herausfordernd und selbstbewusst. Die lebendige Wirkung wird durch den starken Farbkontrast erreicht und erinnert an Formen und Motive der Malerei in Florenz, soweit der Künstler.


„Jan und Pierre“, 2021