Erinnerung: Michael Rickert im Kunstverein Nordhorn e.V. 2018

Michael Rickert Adler Foto Privat

Michael Rickerts Bilder luden zur Begegnung ein
Kunstverein Nordhorn eröffnete die Ausstellung im Kloster Frenswegen

NORDHORN Räume, um die Welt wahrzunehmen, sich über Lebensentwürfe zu verständigen, diese kritisch zu befragen und Horizonte der Hoffnung zu ormulieren, Zwiesprache mit Gott und der Welt zu halten, den Weg von Gedanken zu öffnen – diese vielfältigen Funktionen erfüllt nach den Worten von Reiner Rohloff das Kloster Frenswegen mit seinem umfangreichen Programm. Dazu gehört nach seiner ausdrücklichen Meinung auch
die Ausstellung „Michael Rickert – Innen und außen sind gleich“, die am Freitag vergangener Woche im Kloster eröffnet wurde. Wie Rohloff,
Moderator der Stiftung Kloster Frenswegen, in seiner Rede zur Eröffnung weiter ausführte, bietet die Ausstellung Gelegenheit, „die uns umgebende,
zu gestaltende und zu bewahrende Welt wahrzunehmen, zu durchdringen
und zu befragen.“ Darüber hinaus verwies er auf die philosophische und religiöse Prägung, die die Bilder Rickerts auszeichneten.
Gerald Nierste, erster Vorsitzender des Kunstvereins Nordhorn, der für die Ausstellung in Kooperation mit dem Kloster Frenswegen verantwortlich
war, betonte die inhaltliche Tiefe, die besondere Farb- und Strukturgestaltung
sowie die Verwendung unterschiedlichster und ungewöhnlichster Materialien,
die das Werk Rickerts kennzeichneten.
Die Laudatio auf den Künstler Michael Rickert hielt Prof. Dr. Traugott Roser
von der Fakultät für Evangelische Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er empfahl dem Publikum einen entschleunigten
Prozess des Betrachtens der Bilder Rickerts, die sich trotz konkreter thematischer Bezüge einer eindimensionalen Deutung widersetzen.
Wie Roser weiter ausführte, sind Rickerts Werke intensive Auseinandersetzungen mit Konzepten und Theorien aus den Bereichen der Mathematik, der sakralen Kunst, der Farbtheorie und der Geschichte der Kunst insgesamt, zeigen dessen Sicht der Dinge und dessen Anschauung der Welt. Eine entscheidende Bedeutung hat bei Rickerts Werken auch die Theologie. Das zeigt sich unter anderem an Formaten wie dem Rembal und einem Tryptichon
mit Rosenblüten oder einer apokalyptischen Bildfülle, die an Hieronymus
Bosch erinnert.
Der musikalische Rahmen der Ausstellungseröffnung wurde von Teilnehmern der Internationalen Sommerakademie für Kammermusik Niedersachsen gestaltet.

Andreas Meistermann

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