Wall Drawings

Simon Halfmeyer

Der Künstler hat sich beim Kunstverein Nordhorn e.V. beworben. Der Kunstverein Nordhorn e.V. bietet seinen Bewerbern die Möglichkeit, sich auf dieser Internetseite vorzustellen. Er hat diese Veröffentlichung genehmigt.

Zum Künstler:

Die heute eher selten gebräuchliche Form der Zeichnung (allerdings in neuen Formen und Zusammenhängen) ist das Ausdrucksmittel des 1974 in Hamburg geborenen Künstlers Simon Halfmeyer.

Seine künstlerische Ausbildung begann er 1999 zunächst an der Muthesius-Hochschule in Kiel. 2001 wechselte er zur Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, wo er von 2004 bis 2005 Meisterschüler bei Professor Reimund Kummer war. Seit 2015 ist er leitender Dozent an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn.

Im Laufe seiner künstlerischen Karriere kann Simon Halfmeyer schon auf zahlreiche Preise, Stipendien und Ausstellungen in Deutschland, Schottland sowie Serbien zurückblicken. 2016 erschien in Verbindung mit einer Ausstellung beim Kunstverein Ahlen ein Katalog.

Die schon erwähnte Form der Zeichnung, die das Werk des Künstlers kennzeichnet, überträgt er in Druckgrafiken, Skulpturen, Objekte, Wandmalereien und multimediale Installationen. Damit sprengt er die Einschränkung durch Papiergröße oder Rahmen und schafft damit eine Entgrenzung in neue Dimensionen.

Wie Dr. Fritz Emslander im Katalog schreibt, „nutzt Halfmeyer das verführerische Potenzial der Simulation von Räumen, das traditionell der Wandmalerei vorbehalten war. Sein Zeichenstift erschließt dem Betrachter virtuelle Räume jenseits der Raumgrenzen. So erscheinen die Wände transparent, die Wandzeichnung vermittelt die Durchdringung von Innen- und Außenraum, realem und imaginärem Raum.“

Wichtig bei den Wandmalereien sind für den Künstler die architektonischen Gegebenheiten des Ortes, an dem sie entstehen. Fasziniert ist Halfmeyer von dem sich oft im Alltag zu beobachtendem und zumeist lieblosem Miteinander von Architektur und gestalteter Natur, dass er als Ausgangspunkt für sein kreatives Schaffen nimmt. Die Wirkung der Wandmalereien beschreibt die Galeristin Claudia Postel 2014 anlässlich einer Ausstellung im Atelier am Eck in Düsseldorf: „Gerade mit seinen Wandzeichnungen geht Simon Halfmeyer naturgemäß auf den Raum besonders ein. Ihr Entwurf orientiert sich an der  Raumstruktur, der Rhythmus der Elemente, ihre Dichtigkeit und gegebenenfalls auch ihre Farbe variieren dementsprechend. Sie können den Besucher umschließen und nehmen so Einfluss auf das Raumempfinden der Person, die sich vor und in ihnen bewegt. Was zum Beispiel in Dschungel- und Pflanzenstrukturen wie in dieser Ausstellung schon angelegt ist, wird in abstrakteren Wandzeichnungen zum Thema: Der Rhythmus der farbigen Linien, die wie Notenzeilen die Wand unterteilen korrespondiert mit der Architektur des Raumes, die Farbe mit seiner Umgebung. Wie ein Gerüst schließt sie die Glasarbeiten ein, die wiederum das aus anderen Arbeiten bekannte Palmenmotiv in die Installation bringen.“

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